Beratung/Diagnostik

Eine Dysplasiesprechstunde ist eine Spezialsprechstunde zur Erkennung von Krebsvorstufen der weiblichen Genitalien, das heißt des Gebärmutterhalses, der Vagina, der Vulva und der Analregion.

Am Muttermund z.B. werden diese Strukturverluste als zervikale intraepitheliale Neoplasien (Cervical Intraepithelial Neoplasia – CIN) bezeichnet und in drei verschiedene Grade eingeteilt:

  • CIN I - leichte Veränderungen
  • CIN II - mittelgradige Veränderungen
  • CIN III - schwere Zellveränderungen

Als Hauptursache der Dysplasie gilt die Infektion mit bestimmten Typen der Humanen Papillomaviren (HPV). Diese Infektion ist verantwortlich für Zellveränderungen der Schleimhäute u.a. an Anus, Vulva, Vagina, Zervix und Penis. Außerdem verursachen einige Subtypen des HPV Genitalwarzen, sogenannte Kondylome.
Das hört sich erst einmal beunruhigend an, aber in den allermeisten Fällen bekämpft das körpereigene Immunsystem die Viren wieder. Erst wenn das Virus aktiv bestehen bleibt und nicht vom Körper selbst bekämpft werden kann, besteht die Gefahr an dieser Stelle an Krebs zu erkranken. Regulär ist das ein Prozess über mehrere Jahre.

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Leistungen im Überblick

 
  • Diagnose/Behandlung von
    • zervikalen Dysplasien
    • vaginalen Dysplasien
    • vulvären Dysplasien
    • perianalen Dysplasien
    • chronisch entzündlichen Hauterkrankungen des äußeren Genitals wie z.B. Lichen sclerosus
  • Differentialkolposkopie

 

 
  • Falls erforderlich: weitere Diagnostik (HPV,  Immunhistochemie, Histologie)
  • Individuelle Beratung und Therapieempfehlung
  • Laserbehandlung mit hochmodernem CO2-Laser
    • Intravaginale Therapie bei Hormonmangelerscheinungen und Kontraindikationen zur Hormontherapie, bei leichtgradiger Harninkontinenz, nach Geburt
    • Behandlung bei Lichen sclerosus
    • Abtragung von Genitalwarzen mittels Laser in lokaler Betäubung (Kondylome)
    • Firma Limmer-Laser: sprechen Sie uns an.
       
 

Ablauf der Sprechstunde

1. Persönliches Gespräch

In unserer Spezialsprechstunde erklären wir Ihnen, was der Befund oder eine eventuelle HPV Infektion für Sie persönlich bedeuten und erklären Ihnen detailliert die Untersuchung und ggf. Probeentnahme. Wir beantworten dabei gern alle Ihre Fragen.

2. Differentialkolposkopie

Eine Kolposkopie ist die Betrachtung der weiblichen Genitalien, das heißt der Vulva, der Vagina und des Gebärmutterhalses mit einem Mikroskop. Dies findet im Rahmen der normalen gynäkologischen Untersuchung statt, wie Sie sie bereits kennen und ist völlig schmerzlos.

Das Wort Kolposkopie kommt aus dem Griechischen und bedeutet: „Kolpo" = Scheide und „skopie" = betrachten. Sie dient der Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses sowie anderer Erkrankungen des weiblichen Genitals. Sie sollte im Verdachtsfall ergänzend zum Zellabstrich bzw. bei Auffälligkeiten durchgeführt werden.

Für die Untersuchung entfaltet der Arzt die Scheidenwände mit einem Metallspatel, dem Spekulum, und positioniert ein sogenanntes Kolposkop vor der Scheide. Mit Hilfe dieser Untersuchung kann er die Scheide und den Muttermund beleuchten und 6 bis 40fach vergrößern. Dabei werden kleinste Gewebedefekte, Geschwülste und Blutungen sichtbar. Außerdem betupft der Arzt die Schleimhaut des Gebärmutterhalses mit verdünnter Essigsäure und ggf. Jodlösung. Dieser Untersuchungsschritt kann bei manchen Patientinnen zu einem leichten Brennen führen, welches binnen Minuten wieder verschwindet.

Als letzten Schritt der Untersuchung werden in den meisten Fällen noch Proben entnommen. Diese Proben sind wenige Millimeter groß und können genauestens feingeweblich untersucht werden. Allenfalls verspüren Sie hierbei nur ein kleines Zwicken, eine lokale Betäubung ist nicht notwendig.

3. Diagnose

Als Letztes besprechen wir mit Ihnen das Untersuchungsergebnis und planen das weitere Vorgehen. Denn nicht jede Auffälligkeit muss operiert werden. „So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig“ beschreibt am besten unser Konzept des individuellen Vorgehens. Neben den Befunden (das Ergebnis der Gewebeprobe dauert ca. 10-14 Tage) fließen auch Ihr Alter, Ihre Familienplanung, eventuelle Risikofaktoren und vieles mehr in die Entscheidung für Ihren Behandlungsplan ein. Sprechen Sie all Ihre Ängste, Wünsche und Bedürfnisse gerne offen an, damit wir sie individuell und einfühlsam beraten können, denn nur mit Ihnen kommen wir zu dem besten medizinischen Ergebnis.

4. Bei Einsatz von vaginaler Lasertherapie

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